(O 12) HEIDI und PAUL

Das sind die Zutaten: ein leergegessenes und mit sauberem Wasser gefülltes Würstchenglas (hervorragender optischer Qualität aus einem Discount-Geschäft) und einige rote und blaue Buchstaben:

Legt man das Glas vor die Buchstaben, so sieht es so aus:

Ob das etwas mit der unterschiedlichen Lichtbrechung der Farben zu tun hat? Einige Kollegen haben diese Vermutung zumindest geäußert, wenn auch vielleicht nur aus Jux.

Ein wassergefüllter Zylinder wirkt in den Dimensionen rechtwinklig zu seiner Achse wie eine Linse, in einer Ebene, in der diese Achse liegt, aber nicht. Damit wird gar kein echtes Bild erzeugt. Sieht man waagerecht durch das quer liegende Glas, so werden Oben und Unten vertauscht, nicht aber Links und Rechts.

Die Buchstaben PAUL stehen dabei auf dem Kopf wie beim streifenden Blick durch einen auf dem Regal liegenden Spiegel, HEIDI aber auch. Man merkt es nur nicht, weil das Gehirn stets mit der einfachsten Lösung eines Problems zufrieden ist: Wenn man Buchstaben ohne weiteres lesen kann, kommt man nicht auf die Idee, dass sie gespiegelt genau so aussehen.

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